Trend Filterkaffee - Darum ist Filterkaffee zubereiten so beliebt

Trend Filterkaffee - Darum ist Filterkaffee zubereiten so beliebt

Filterkaffee kochen wieder im Trend

Auf den ersten Blick verbindet man mit Filterkaffee nichts Spektakuläres, ganz im Gegenteil. Man assoziiert Filterkaffee vermutlich zunächst mit diversen Kaffee Kränzchen mit älteren Omis, die an Ihren verkalkten und eingerosteten Kaffeemaschinen Ihren Filterkaffee kochen. Doch diese Perspektive täuscht gewaltig, denn diese Zeiten sind längst vorbei! Filterkaffee zubereiten ist zeitlos und erfreut sich in den letzten Jahren wieder immer größerer Beliebtheit. Laut dem Kaffeereport 2019 steigt der weltweite Kaffeekonsum in den letzten Jahren kontinuierlich an und auch die meisten deutschen Haushalte setzen noch immer auf die klassische Kaffee Brühmethode.

Und das völlig zurecht wie wir finden!

Unserer Meinung nach ist die moderne Zubereitung von Filterkaffee die ideale Möglichkeit, um dem Kaffee seine gesamten Aromen zu entlocken und somit in die gesamte Geschmacksvielfalt einzutauchen! Allerdings hat sich die Art und Weise der Zubereitung sowie das verwendete Kaffee Equipment ein wenig verändert, was wir uns im Folgenden näher anschauen.

 

Früher Filterkaffee - Heute Slow Coffee

Filterkaffee zubereiten

Der Filterkaffee an sich sowie die Art und Weise der Zubereitung von früher hat mit derjenigen heutzutage nicht mehr viel gemeinsam. Früher hat man das Thema Kaffee eher rational betrachtet. Omis Filtermaschine wurde angeworfen und am Ende Stand die volle Kaffeekanne auf dem Tisch. Der Kaffee Zubereitung an sich schenkte man wenig bis keine Beachtung.

Heutzutage hingegen ist das ganze Thema Kaffee bei immer mehr Leuten emotional aufgeladen und das Erlebnis beginnt bereits bei der Zubereitung. Es ist bei vielen mittlerweile zu einem echten Lebensgefühl geworden und das Kaffee kochen wird bei vielen regelrecht zelebriert. Dieser Trend wird unter dem Begriff Slow Coffee zusammengefasst. Slow Coffee ist Bestandteil der gesamten Slow Food Bewegung. Wenn man das Slow Food Prinzip einmal auf den Kaffee überträgt und herunter bricht, bedeutet dass kurzum:

mehr Bewusstsein für den gesamten Prozess des Kaffees, von der Ernte bis in die Tasse. Viele Konsumenten achten mittlerweile verstärkt darauf, woher Ihre Kaffeebohnen stammen und wie die Bedingungen bei der Produktion vor Ort sind. Auch Themen wie fairer und direkter Handel sowie das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Zudem spielt es für die Verbraucher vermehrt eine Rolle, ob der Kaffee in großen Mengen bei hohen Temperaturen oder schonend in kleineren Chargen mit Hilfe des Trommelröstverfahrens geröstet werden.

Der Trend geht also eindeutig weg von der industriellen Massenware aus dem Supermarkt hin zu qualitativ hochwertigerem Kaffee. Auch das Bewusstsein für die Bedingungen in den Herkunftsländern sowie der Wunsch nach mehr Transparenz sind bei vielen klar erkennbar.

 

Doch wie erfolgt das Kaffee kochen heutzutage?

Filterkaffee zubereiten Pour Over

In diesem Zusammenhang kommen wir um den Begriff Pour Over nicht mehr herum. Der Trendbegriff überhaupt für die moderne Zubereitung eines Filterkaffees. Das Kaffee kochen erfolgt mittlerweile mit modernen Handfiltern.

Die gängigen Kaffeezubereiter sind mittlerweile designtechnisch sehr attraktive Modelle wie beispielsweise der Handfilter V60 von Hario, die Chemex, die French Press oder auch die Aero Press. Aber nicht nur im Bereich der Filter sondern beispielsweise auch bei den Wasserkochern sind mittlerweile Modelle mit sogenanntem Schwanenhals Mittel der Wahl. Diese bestechen durch eine schöne Optik und gewährleisten ein sauberes Aufgießen. Das Wasser kommt aus dem dünnen Schwanenhals und bedeckt des Kaffeemehl somit sehr gleichmäßig. Hiermit wird eine gleichmäßigere Extraktion des Kaffees gewährleistet.

Dies ist Grundvoraussetzung für einen guten Geschmack und einen leckeren und balancierten Filterkaffee. Eine klassische Filterkaffeemaschine verwenden die Anhänger der Slow Coffee Bewegung in der Regel nicht mehr. Dafür gibt es sicherlich eine Vielzahl an Gründen. Alles in allem ist neben der Optik sicherlich die mangelnde Flexibilität sowie die höheren Kosten der Filterkaffeemaschine gegenüber einem Handfilter einer der Hauptgründe, warum diese bei vielen Kaffeeanhängern der Vergangenheit angehört.

 

Doch was macht Filterkaffee zubereiten so beliebt?

Dass Filterkaffee wieder stark im Kommen ist, hat sicherlich verschiedenste Gründe. Einer davon ist sicherlich die Möglichkeit, mit einfachsten Mitteln und bereits sehr geringem Budget, sehr leckeren Kaffee zubereiten zu können. Des Weiteren sind sicherlich die verschiedenen Variationsmöglichkeiten und die daraus resultierenden unterschiedlichen Geschmackserlebnisse einer der Hauptgründe, warum Kaffee im Filter zubereiten wieder im Trend ist. Kaffee aus der French Press schmeckt beispielsweise anders als Kaffee aus der  AeroPress oder aus dem klassischen Handfilter V60 von Hario. Die Chemex wiederum bringt nochmals andere Kaffeearomen zum Vorschein.

Um die volle Aromenvielfalt von Filterkaffee genießen zu können, ist es entscheidend, die grundlegenden Mechanismen und Gesetze der Filterkaffeezubereitung zu beherrschen. Denn nur dann ist es relativ simpel möglich, an den entsprechenden und relevanten Stellschrauben solange zu drehen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist und den für sich optimalen Kaffee Geschmack erreicht hat. Da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, ist der eigentliche Sweet Spot des Kaffees in diesem Zusammenhang erst einmal zweitrangig. Es geht einzig und allein um das subjektive Empfinden.

 

Was sind die wichtigsten und grundlegenden Gesetze?

- Je kürzer die Kontaktzeit des Kaffeemehls mit dem Wasser, desto feiner solltet Ihr den Mahlgrad einstellen und umgekehrt

- schmeckt euer Kaffee sauer, stellt den Mahlgrad feiner ein

- schmeckt euer Kaffee bitter, stellt den Mahlgrad gröber ein

 

Wenn man in der Filterkaffee Zubereitung erst einmal seine Leidenschaft entdeckt hat, ist es wie bei jedem anderen Hobby selbstverständlich auch im Kaffeekosmos möglich, unterschiedlich tief in die Materie einzutauchen (Achtung Suchtgefahr;)). Von der Zubereitung mit einfachen Mitteln Zuhause als Home Barista geht es auch hier bis zu den deutschen Meisterschaften bzw. Weltmeisterschaften in den verschiedensten Disziplinen. Im Bereich der Filterkaffee Zubereitung wäre hier der Brewers Cup zu nennen.

 

Kaffeepulver gemahlen oder frische Kaffeebohnen?

Kauft man sich das Kaffeepulver bereits gemahlen aus dem Supermarkt (meist Industriekaffee) oder entscheidet man sich für die ganze geröstete Bohne?

Diese Frage beschäftigt viele Kaffeekonsumenten in Deutschland. Mit Hilfe vom Kaffeereport 2019 wird deutlich, dass in Deutschland in den meisten Fällen noch immer auf fertig gemahlenen Kaffee zurückgegriffen wird.

Wir finden, das muss nicht sein!

Dass das Geschmackserlebnis bei frischem Kaffee Mahlen ein anderes ist als beim Konsum von Kaffeepulver gemahlen, ist mittlerweile sicherlich kein Geheimnis mehr.

Aber lohnt sich die Anschaffung einer Kaffeemühle wirklich?

Wenn man einmal den Kaffeegeschmack aus bereits fertig gemahlenen Kaffee mit dem einer frisch gemahlenen Bohne vergleicht, dann scheint es, als würde man 2 verschiedene Kaffeegetränke konsumieren.

Zum einen hätten wir einen Kaffee, (wenn man das wirklich so bezeichnen kann?) der eher an ein warmes Fußbad als an einen balancierten Kaffee erinnert. Auf der anderen Seite steht da ein Kaffee, der bei richtiger Zubereitung vor Aromen und Frische nur so strotzt.

Spaß beiseite, aber wenn Ihr beides probiert habt, werdet Ihr wissen, dass die Unterschiede wirklich enorm sind! Es ist hier durch die Verwendung von lediglich einer weiteren Komponente, der Kaffeemühle, möglich, euer Geschmackserlebnis förmlich explodieren zu lassen.

 

Doch warum ist das so?

Zum einen gehen bei bereits gemahlenem Bohnen bereits kurz nach dem Mahlvorgang wichtige Aromen verloren und der Kaffee schmeckt lasch und langweilig. Aber nicht nur die Frische des Kaffeemehls und die damit verbundene Aromenvielfalt in der Tasse ist ein Argument für eine Kaffeemühle, sondern auch die Flexibilität. Da Ihr in der Regel für jede Zubereitungsmethode einen unterschiedlichen Mahlgrad einstellen müsst, ist das Verwenden einer Kaffeemühle sehr sinnvoll. Da die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffee bei jedem Kaffee Zubereiter unterschiedlich ist, könnt ihr mit eurer Kaffeemühle flexibel darauf reagieren und den jeweils optimalen Mahlgrad einstellen. Klar, dazu braucht es etwas Übung, aber dazu habt Ihr ja uns ;)

 

Auf was müsst Ihr bei der Anschaffung einer Kaffeemühle unbedingt achten?

Bei der Auswahl einer entsprechenden Kaffeemühle ist es wichtig, dass Ihr darauf achtet, dass diese mit einem Scheiben - oder Kegelmahlwerk ausgestattet ist. Von Mühlen mit Schlagmessern raten wir Euch grundsätzlich ab, da diese die Bohnen nicht sachgemäß mahlen sondern eher zermalmen. Hierdurch entsteht wiederum eine starke Hitze und die Aromen der Bohne gehen kaputt.

 

Benötige ich eine elektrische Kaffeemühle oder genügt eine Handmühle?

Ob Ihr euch eine elektrische Kaffeemühle oder eine Handmühle zulegt, müsst Ihr selbst entscheiden. Seid Ihr beispielsweise oft auf Reisen genügt euch sicherlich eine Handmühle. Trinkt Ihr hingegen viel Filterkaffee Zuhause, macht eine elektrische Kaffeemühle für Euch vermutlich mehr Sinn. Wichtig ist es, dass das Kaffeemehl bei eurem Mahlgrad homogen ist, sodass eine gleichmäßige Extraktion der Kaffeeteilchen möglich ist. Mittlerweile bekommt Ihr relativ gute Einsteigermühlen mit einem super homogenen Mahlergebnis zu einem sehr fairen Preis. Unserer Meinung nach lohnt sich der Kauf einer Kaffeemühle definitiv!

Wenn man diesen geringen Mehraufwand von nur einer Zusatzkomponente mit dieser enormen Steigerung des Geschmacks sowie die zunehmende Flexibilität vergleicht, steht dies in keinem Verhältnis. Falls für Euch Kaffee mehr ist als Mittel zum Zweck und Ihr einen leckeren und balancierten Filterkaffee trinken wollt, dann legt euch definitiv eine Mühle zu, Ihr werdet es nicht bereuen!

Also, an die Filter, fertig los ;)